Die DüsseldorfCongress Veranstaltungsgesellschaft mbH konnte ihren erfolgreichen Kurs als einer der größten Location-Anbieter in Europa ungeachtet der Wirtschaftskrise auch in 2009 weiter fortsetzen. Nach letzten Berechnungen wird das Tochterunternehmen der Landeshauptstadt und der Messe Düsseldorf im vergangenen Jahr einen Umsatz aus Vermietungen, Service- und Dienstleistungen sowie Rechtevergaben von über 31 Millionen Euro erwirtschaften – der höchste Umsatz der bisherigen Firmengeschichte (Vorjahr 26,1 Mio.). Auch das voraussichtliche Jahresergebnis vor Steuern wird in 2009 mit rund 550.000 Euro so hoch ausfallen wie noch nie zuvor. Außerdem liegt DüsseldorfCongress damit spürbar über dem Wirtschaftsplan. Bei den Besucherzahlen konnte die Veranstaltungsgesellschaft im vergangenen Jahr ebenfalls eine neue Bestmarke erzielen. Waren in 2008 noch 1,8 Millionen Besucher in den Häusern von DüsseldorfCongress zu Gast, kamen in 2009 mehr als 2,4 Millionen Besucher zu den Veranstaltungen. Die Anzahl der Veranstaltungen belief sich im vergangenen Jahr auf insgesamt 2.471 Tagungen, Seminare, Kongresse, Firmen-Events, Konzerte und Sportveranstaltungen.Erfolgsfaktor: vielschichtiges und nachfragerobustes PortfolioErmöglicht wurde diese hervorragende Bilanz durch die starke Aufstellung und Vielschichtigkeit des Unternehmensportfolios. Mit ihren neun Veranstaltungshäusern – darunter das CCD Congress Center Düsseldorf, die PHILIPSHALLE, die ESPRIT arena, der ISS DOME und die Special-Eventlocation Station Airport – bedient DüsseldorfCongress alle Bereiche der Veranstaltungsbranche sowie die unterschiedlichsten Zielgruppen. So können Schwächen einzelner Marktsegmente ausgeglichen, eine insgesamt kontinuierliche Belegung erzielt und wirtschaftliche Erlösausfälle kompensiert werden. Neben wissenschaftlichen Großkongressen wie dem Zentralen Fortbildungskongress der Augenärztlichen Akademie Deutschland (5.000 Pers.) und dem 25th ECTRIMS, einem internationalen Kongress zur Erforschung der multiplen Sklerose (4.000 Pers.) zählte die Veranstaltungsgesellschaft in 2009 die bisher höchste Anzahl an Hauptversammlungen. Zwei außerordentliche Ereignisse, die sich besonders positiv auf die Jahresbilanz 2009 auswirkten, waren der Europa-Jugendtag der Neuapostolischen Kirche und die Rückrunden-Heimspiele von Bayer Leverkusen, welche bedingt durch den Umbau der BayArena in Düsseldorf ausgetragen wurden. Allerdings konnten nicht alle Segmente im vergangenen Jahr Zuwächse verzeichnen. So wurde beispielsweise der Bereich Firmen-Veranstaltungen durch die schlechte Wirtschaftslage in den letzten Monaten wesentlich beeinträchtigt. Unter anderem musste das CCD Congress Center Düsseldorf aufgrund der Arcandor-Insolvenz einen sechsstelligen Betrag abschreiben. Dafür konnte DüsseldorfCongress aber auf dem Gebiet der Großveranstaltungen deutlich zulegen. „Wo andere starke Verluste hinnehmen müssen, weil sie nur ein Marktsegment bedienen, sind wir in der Lage, selbst aus ökonomischen Kri-senjahren gestärkt hervorzutreten“, erläutert Hilmar Guckert, Sprecher der Geschäftsführung von DüsseldorfCongress, das krisenstabile Konzept.Erfolgsfaktor: flexibler Personal-PoolEin wichtiger Faktor für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens insbesondere im vergangenen Jahr war laut Hilmar Guckert der nachfrageorientierte Einsatz des vorhandenen hochqualifizierten Personal-Pools: „Unsere gut ausgebildeten Mitarbeiter sind in den unterschiedlichen Häusern flexibel einsetzbar. Dadurch können wir das Beschäftigungsrisiko selbst dann gänzlich minimieren, wenn sich die Nachfrage in einzelnen Märkten und Häusern abschwächt. So waren beispielsweise bis zu vier Mitarbeiter mehrere Monate ausschließlich mit der Vorbereitung des Europa-Jugendtages der Neu-apostolischen Kirche beschäftigt.2010: Ausbau internationaler AktivitätenIm laufenden Jahr konzentriert sich das Unternehmen auf die weitere Internationalisierung des in den Häusern stattfindenden Veranstaltungsprogramms. Wo sich Mitbewerber aus Budgetgründen ganz oder teilweise aus internationalen Märkten zurückziehen müssen, intensiviert DüsseldorfCongress die Präsenz. Aufgrund der hervorragenden Rahmenbedingungen – vor allem durch den starken Wirtschaftsstandort Düsseldorf – sieht Hilmar Guckert hier weitere Potenziale: „Wir arbeiten verstärkt mit weltweit tätigen Kongress- und Eventagenturen zusammen und engagieren uns in namhaften Branchenverbänden. Dadurch wollen wir den Standort Düsseldorf als Veranstaltungsdestination international noch besser vernetzen, gezielt Veranstaltungsplaner nach Düsseldorf holen und so weitere hochkarätige Kongresse, Tagungen und Events für die Landeshauptstadt generieren.“ Im April 2010 wird beispielsweise die Jahrestagung des EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V.) in Düsseldorf stattfinden. Für Februar 2011 konnte DüsseldorfCongress vor kurzem außerdem mit der ‚European Meetings and Events Conference‘ des MPI-Verbandes den größten europäischen Kongress der Veranstaltungsbranche gewinnen.
ÖPNV
Generell empfehlen wir die Anreise mit dem ÖPNV. Die Eintrittskarten gelten als Fahrkarten am Veranstaltungstag für die Hin- und Rückfahrt im VRR Bereich (2.Klasse). Pendelbusse fahren am 2.3. in einer Taktung von zehn Minuten ab 16.00 Uhr und am 3.3. ab 12.00 Uhr von den S-Bahn-Haltestellen Düsseldorf Rath und Düsseldorf Unterrath zum ISS DOME. Nach der Veranstaltung werden bis zu zwei Stunden nach Veranstaltungsende Busse zu den S-Bahnhöfen zurückfahren.ParkenAm 2.3. sind das Parkhaus P1 und Parkplatz P3 ab 16.00 Uhr geöffnet. Am 3.3. sind Parkhaus P1 und Parkplatz P4 ab 12.00 Uhr geöffnet, für die Abendveranstaltung wird zusätzlich Parkplatz P3 ab 17.00 Uhr geöffnet sein.
Ablauf2.3. Einlass: 18.00 Uhr Showbeginn: 19.00 Uhr Voraussichtliches Ende: ca. 21.40 Uhr3.3. Einlass: 14.00 Uhr Showbeginn: 15.00 Uhr Voraussichtliches Ende: ca. 17.40 Uhr3.3. Einlass: 18.30 Uhr Showbeginn: 19.30 Uhr Voraussichtliches Ende: ca. 22.10 UhrEs gibt noch Restkarten. Diese sind jeweils zum Einlass an den Kassen des ISS DOME erhältlich.
Seit gestern läuft in Düsseldorf der Straßenkarneval und unaufhaltsam kommt der der Höhepunkt des närrischen Treibens immer näher, der Rosenmontag. Am heutigen Freitagabend sollte aber nicht nur in der Düsseldorfer Altstadt gefeiert werden, auch im ISS DOME hätte man gerne einen Heimsieg gegen die Augsburger Panther gefeiert.Zunächst sah es auch so aus, als ob die DEG METRO STARS heute feiern könnten. In einer von Beginn an offen geführten Partie kamen die Düsseldorfer schnell zu ihren ersten Chancen, scheiterten allerdings an Augsburgs Torhüter Leonardo Conti, der für den mit der Nationalmannschaft nach Vancouver gereisten Dennis Endras spielte. Der Ersatz-Keeper sorgte mit einigen guten Paraden dafür, dass die Gäste nicht gleich in der Anfangsphase in Rückstand gerieten.Doch auch auf der anderen Seite stand der Torhüter bereits früh im Spiel im Mittelpunkt. Den Panthern gelang es immer wieder die Düsseldorfer Verteidigung schwindelig zu spielen, doch Jean-Sebastien Aubin war ein ums andere Mal Endstation.Als in der 12. Minute Brett Engelhardt für ein Beinstellen auf die Strafbank musste, witterten die Düsseldorfer Morgenluft. Und mir Erfolg! Gerade einmal 19 Sekunden saß Engelhardt auf der Sünderbank, als es im Kasten der Panther klingelte. Ryan Caldwell konnte einen Pass von Rob Collins zum 1:0 verwerten. Zwar rutschte der Puck nur mit sehr viel Glück über die Linie, doch Tor ist Tor und die Karnevalsfeier konnte nun richtig beginnen.Die gute Laune wurde allerdings schnell wieder getrübt. Keine zwei Minuten später klingelte es im Gehäuse der rot-gelben. Mit einem Mann mehr auf dem Eis, Craig MacDonald saß auf der Strafbank, versenkte Augsburgs Topscorer Tyler Beechey den Puck im Netz von Aubin - 1:1 (14. Minute). In den folgenden Minuten ebbte das Spiel ein wenig ab und so ging es mit dem gerechten Unentschieden in die erste Pause.Konnte man mit dem Zwischenstand aus dem ersten Drittel noch Leben, sollte die Stimmung auf den Rängen im zweiten Drittel in Frust übergehen. Die Anhänger der METRO STARS sahen im Mittelabschnitt ein Spiel ihrer Mannschaft, dass sie nicht glücklich machte. Die Zweikämpfe in den Ecken gingen verloren und man kam nur selten einmal vor das Tor der Panther. Vielmehr schnürten die Gäste die Düsseldorfer regelrecht in der eigenen Zone ein. Und so kam es wie es kommen musste. Chris Collins nutze es aus, dass Jean-Sebastien Aubin die Sicht genommen war und feuerte den Puck als mittlerer Position zum 1:2 in die Maschen (28. Minute). Auch nach dem Tor spielte weiterhin (fast) nur der AEV. Permanent waren die Gäste dem 1:3 näher, als die Gastgeber dem Ausgleich. Der Düsseldorfer Nummer 1 war es in dieser Phase zu verdanken, dass der Rückstand nach dem Mittelabschnitt nicht höher ausfiel.Mit einem Tor hinten ging es dann in den Schlussabschnitt. In den vergangenen Spielen gelang es der DEG immer wieder in den letzten 20 Minuten ein Spiel zu drehen und so gab es auch heute die Hoffnung, dass man doch noch mit drei Punkten in die Karnevalstage gehen kann. Doch schon bald sollte diese Hoffnung einen Dämpfer erfahren. Zum zweiten Mal an diesem Abend traf Chris Collins und machte die Aussichten auf ein Happy End für die METRO STARS etwas schwieriger. Collins machte bei seinem Treffer dabei alles richtig. Der Außenstürmer platzierte sich im Slot vor dem Tor und konnte einen von hinter dem Tor gespielten Pass zur Vorentscheidung nutzen (1:3, 47. Minute).Doch die Hausherren kamen noch einmal zurück. In einer Phase, in der bedingungslos die Zweikämpfe zu Ende gefahren wurden und um jede Scheibe gekämpft wurde, gelang Evan Kaufmann der Anschlusstreffer zum 2:3 (49. Minute). Eine Schlussoffensive wie zuletzt gegen die Adler Mannheim blieb allerdings aus. Vor allem auch deshalb, da die Augsburger sich von dem Anschlusstreffer nicht aus der Ruhe bringen ließen. Die konsequente Defensivarbeit der Panther machte es den rot-gelben schwer sich in der Angriffszone festzusetzen. Auch ohne Torhüter und dafür mit einem Feldspieler mehr, sollte es den DEG METRO STARS nicht mehr gelingen zum Ausgleich zu kommen und so musste man sich im letzten Heimspiel vor der Olympiapause den Augsburger Panthern mit 2:3 geschlagen geben.(MW)Alle Bilder: Angelo Bischoff
Es war eine merkwürdige Partie, diese Begegnung zwischen den DEG METRO STARS und den Adler-Mannheim am Sonntag-Abend im Düsseldorfer ISS DOME. Zunächst hatte man lange das Gefühl, es würden überhaupt keine Tore fallen. Dann sprach einiges dafür, dass die DEG an diesem Wochenende ganz ohne Torerfolg bleiben sollte. Die ersten der 4741 Zuschauer hatten angesichts eines 0:5-Rückstandes schon das Stadion verlassen. Ein Fehler. Denn in einer packenden Schlussphase kämpfte sich die DEG bis auf einen Treffer heran, verfehlte den Ausgleich um Haaresbreite und zog letztlich mit 4:5 (0:0; 0:2; 4:3) den Kürzeren.Zum zweiten Spiel des Wochenendes war Marian Bazany nach überstandener Magen-Darm-Grippe zurück ins Team gekehrt. Dafür musste dieses Mal Rob Collins seinem grummelnden Magen Tribut zollen. Zudem fehlte nach wie vor Chris Harrington wegen seiner in Frankfurt erlittenen Gehirnerschütterung. DEG-Coach Harold Kreis war also gezwungen, seine Angriffsreihen umzubauen. Evan Kaufmann rückte zunächst als Center zwischen Patrick Reimer und Daniel Kreutzer; Brad Tutschek wiederum füllte Kaufmanns frei werdenden Platz in der Formation mit Craig MacDonald und Shane Joseph auf. Während des turbulenten Spielverlaufs wurden die Reihen dann aber immer wieder gewechselt.Wie eingangs erwähnt, hatte es lange Zeit den Anschein, als sollten überhaupt keine Tore fallen. Der an Höhepunkten nicht gerade reiche erste Spielabschnitt sah eine immerhin engagierte Düsseldorfer Mannschaft, die ihre wenigen Torchancen aber nicht zu nutzen vermochte. Kreutzers Rückhandheber aus dem Slot nach Zuspiel von Korbinian Holzer entschärfte Adler-Keeper Fred Brathwaite (2.) Auch Brandon Reid scheiterte, als er sich durch das Angriffsdrittel tankte und versuchte, den Puck hoch im Tor unterzubringen. Jason Hollands folgenden Schlagschuss konnte Brathwaite ebenfalls abzuwehren (14.). Auf der Gegenseite zeichnete sich Jean-Sébastien Aubin zwei Mal binnen Sekunden gegen Markus Kink aus (13.).Im zweiten Drittel wurde es zunächst nicht viel besser. Nun waren es die Gäste aus der Quadratestadt, die das optische Übergewicht für sich beanspruchen konnten. Verteidiger Mario Scalzo knallte die Scheibe in Überzahl an den von ihn aus gesehen linken Pfosten (21.). Doch auch die DEG hatte weiterhin ihre Chancen. Mark Murphy stand nach einem 3-gegen-2-Konter frei im Slot (27.), konnte aber ebenso wenig erfolgreich abschließen wie Evan Kaufmann nach einem Fehlpass der Adler in deren eigenem Drittel (28.). Adam Courchaine verpasste nach einem Caldwell-Schuss von der linken Bande das leere Tor, weil die Scheibe unglücklich aufsprang und so nur schwer zu nehmen war (32.). Im direkten Gegenzug verzog Ahren Spylo freistehend vor Aubin. Eine Überzahlsituation bescherte den Gästen den ersten Treffer. Obwohl sich die Adler lange im DEG-Drittel hatten festsetzen können, mutete das Powerplay nicht allzu gefährlich an. Doch dann hatte Justin Papineau einen Geistesblitz, legte die Scheibe am Torraum stehend mit der Rückhand zur Seite ab, Aubin war aus der Position und Scott King brauchte nur noch einzuschieben (38.). Ärgerlich, dass die METRO STARS noch vor der zweiten Sirene den zweiten Gegentreffer kassierten. Einen kuriosen obendrein. Kink war über die rechte Seite über die blaue Linie gefahren und hatte in die Mitte gepasst. Von der Wade Ryan Caldwells sprang der Puck am verdutzten und machtlosen Aubin in die Maschen (39.).Noch ärgerlicher, dass die DEG die Adlern mal mit mehr mal mit weniger Gegenwehr zu Beginn der letzten 20 Minuten zu weiteren Treffern kommen ließ: Ronny Arendt bediente aus der Hintertorposition den freistehenden Colin Forbes – 0:3 (43.). Aus dem Gewühl heraus traf Arendt zum 0:4 (46.) und beim fünften Gegentreffer und dem Sololauf von Papineau fungierte Patrick Traverse lediglich als Slalomstange (47.).Was dann passierte, gibt es in dieser Form wohl wirklich nur im Eishockey und macht diesen Sport so großartig. Während die ersten Besucher frustriert die Spielstätte verließen, rafften sich die DEG METRO STARS auf. „Das einzig Positive für mich an diesem Spiel ist, dass wir uns mit dem 0:5-Rückstand nicht abgefunden haben“, beschrieb Harold Kreis später das, was folgte.Adam Courchaine brach mit einem Schuss aus spitzem Winkel über die Fanghand von Brathwaite in doppelter Überzahl den Torfluch. Sechs Drittel und weitere 9:57 des letzten Drittels aus der heutigen Partie waren die Düsseldorfer ohne Torerfolg gewesen. Man spürte, wie die DEG nun endlich den Hebel gelöst hatte und genau die Dinge richtig machte, die vorher falsch liefen. Sport ist eben doch sehr häufig eine Frage des Kopfes. Im verbleibenden Powerplay und bei einer weiteren angezeigten Strafe drückte Patrick Reimer die Scheibe 16 Sekunden später zum 2:5 über die Linie. Nun ging es Schlag auf Schlag. Kreutzer trug das Spielgerät zentral ins Drittel, Reimer übernahm und setzt den nächsten Streich hoch ins Gehäuse der Adler (53.). Danach ebbte der Schwung ein wenig ab, wenngleich sich die DEG weiter anschickte, auch noch die verbleibenden zwei Tore Rückstand aufzuholen. Das Publikum tobte und feuerte die Mannschaft nun bedingungslos an. Und tatsächlich markierte Shane Joseph 84 Sekunden vor dem Ende das 4:5. Wieder hatte sich die DEG festgebissen und den Puck regelrecht ins Tor gekämpft. Schiedsrichter Piechaczek vergewisserte sich per Videostudium kurz von der Korrektheit des Tores, gab den Treffer dann aber. In den Schlusssekunden setzte Kreis nach einer Auszeit alles auf eine Karte, nahm Aubin aus dem Tor. Ein Schuss von Reimer bildete den Schlusspunkt. Er strich Zentimeter am linken Pfosten vorbei...„In den ersten 45 Minuten haben wir viel richtig gemacht“, befand Gästetrainer Teal Fowler nach dem Spiel. In den letzten 15 Minuten habe seine Mannschaft das Spiel dann sehr interessant gemacht und zu kompliziert gespielt. Harold Kreis beklagte, dass die DEG die Adler zu leicht zu Toren habe kommen lassen. Im Moment steckten seine Schützlinge in einem kleinen Tief. „Ich bin froh über die längere Pause in dieser Woche.“Weiter geht es nämlich erst am Karnevalsfreitag. Dann treffen die METRO STARS im ISS DOME auf die Augsburg Panther. Das letzte Spiel vor der Olympia-Pause steigt am Dienstag in einer Woche im Frankenland bei den Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg. In der Tabelle liegen die Düsseldorfer weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Grizzly Adams Wolfsburg haben sich jedoch bis auf einen Punkt herangespielt und auch die Hannover Scorpions können in ihren drei verbleibenden Nachholspielen noch aufschließen.(JA)Bild: Christian Roth - www.american-sports.info
„Dass ich das noch erleben darf.“ Fast schon sentimental wirkte Volker Boix, als er Patrick Traverses Treffer zum 6:0 über das Hallensprecher-Mikrofon kommentierte. Rein spielerisch war das letztendliche 6:1 (3:0, 1:0, 2:1) gegen die Kölner Haie nichts für Eishockey-Gourmets – dafür war der Gegner heute einfach zu schwach – für die Fans der DEG METRO STARS war es aber das bisher schönste Spiel in der laufenden Saison. Es ist eben etwas ganz besonderes, wenn man dem Erzrivalen eine so bittere Niederlage zufügen kann. 11.799 Zuschauer sahen an diesem Abend ein extrem unterhaltsames Eishockeyspiel und sorgten zwischendurch für Gänsehautatmosphäre.
Zwei Tage nach dem tollen Derbysieg gegen die Kölner Haie, mussten die METRO STARS heute erneut im ISS DOME um Punkte in der DEL kämpfen. Zu Gast waren die Hamburg Freezers, ein Team gegen das sich die Düsseldorfer in der Vergangenheit immer schwer getan haben und ein Team bei dem es um jeden Punkt geht. Gute Vorraussetzungen also für ein packendes Eishockeyspiel.Von Beginn an versuchten beide Teams mit viel Druck den Gegner zu Fehlern zu zwingen, wobei dies der DEG besser gelang. Nachdem Robert Goepfert im Hamburger Gehäuse einen Schuss von Adam Courchaine nicht festhalten konnte, staubte Reid mit seinem Nachschuss zum 1:0 ab (2. Minute).Doch damit war Reids Torhunger für diesen Abend noch nicht gesättigt. Während Marian Bazany auf der Strafbank saß, startete Reid zu einem Konter durch, ließ Hamburgs Alexander Barta eiskalt aussteigen und vollendete mit einem platzierten Schuss über Goepferts Fanghand seine Showeinlage mit dem 2:0 (11. Minute).Bei den Tiefkühlschränken aus der Hansestadt schien danach das Kühlthermostat einen Wackelkontakt zu haben, denn nach dem zweiten Gegentreffer gelang den Gästen nur noch wenig. Es spielten nur noch die rot-gelben, doch ein dritter Treffer blieb verwehrt.In der Drittelpause besuchte dann scheinbar ein Handwerker die Gästekabine und reparierte das defekte Kühlthermostat. Die Freezers machten zu Beginn des Mittelabschnitts mächtig Druck auf das Tor der Düsseldorfer - ein blendend aufgelegter Jean-Sebastien Aubin und eine solide Verteidigung wussten den Treffer für die Gäste aber zu verhindern.Dann allerdings wurde es hektisch auf dem Eis. Erst wurde Jean-Sebastien Aubin von einem von der Bande zurückkommenden Puck im Nacken getroffen und musste kurz darauf gegen Ersatzmann Mathias Lange ausgewechselt werden. Dann lieferten sich Daniel Kreutzer und Clarke Wilm einen heftigen Faustkampf hinter dem Tor der Freezers - beide 2+2+10. Und schließlich nutze Mark Murphy eine Power Play Situation um die METRO STARS mit 3:0 in Führung zu bringen (31. Minute). Und das alles in knapp zwei Minuten Spielzeit!Nach der Boxeinlage von Kreutzer und Wilm, wäre die Situation im Mittelabschnitt fast ein weiteres Mal eskaliert. Knapp zwei Minuten vor der Sirene fuhr Jere Karalathi Patrick Reimer unschön 'über den Haufen'. Für viele Fans auf den Rängen eine klare fünf Minuten Strafe, doch Hauptschiedsrichter Richard Schütz war etwas gnädiger und entschied auf 2+10 Minuten für einen Check gegen Kopf und Nacken. Leider konnte die DEG aus der sich anschließenden Überzahlsituation keinen erneuten Profit schlagen und so ging es mit einem drei Tore Vorsprung in die Pause.Der Schlussabschnitt gehörte dann den Gästen. Trotz des drei Tore Rückstands stecken die Freezers nicht auf. Wozu auch? Schließlich können sich die Freezers im Kampf um einen der Pre-Play Off Plätze keine Niederlagen mehr erlauben. Nach etwas mehr als sechs Minuten im Schlussabschnitt gelang den Gästen, dann auch der Anschlusstreffer. Francois Fortier schaffte es den gut spielenden Mathias Lange zum 3:1 (47. Minute) zu überwinden und das Spiel wieder spannend zu machen.Und es wurde noch spannender. Als erst Evan Kaumann und nur kurze Zeit später Rob Collins auf die Strafbank verbannt wurden, bekamen die Hamburg Freezers mit zwei Mann mehr auf dem Eis, die Chance auf 3:2 zu verkürzen. Zwar überstanden die METRO STARS das doppelte Überzahlspiel unbeschadet, doch kurz bevor die Strafe gegen Collins abgelaufen war, klingelte es doch im Düsseldorfer Gehäuse. John Tripp fälschte einen Schuss von Mathieu Biron unhaltbar ab - 3:2 (54. Minute).Die Schlussminuten sollten also spannend bleiben. Als Craig MacDonald knapp drei Minuten vor Schluss noch einmal auf der Sünderbank platz nehmen musste, gab es sogar ein regelrechtes Herzschlagfinale. Das Happy End gab es dabei allerdings für die Heimmannschaft. Das Unterzahlspiel wurde überstanden und auch als die Hamburger schließlich ohne Torhüter, dafür aber mit einem sechsten Feldspieler versuchten zum Ausgleich zu kommen, wussten die Hausherren dies zu verhindern. Am Ende hieß es 3:2 für die Gastgeber und nach dem Derbysieg gegen Köln durften sich die Düsseldorfer über ein sechs Punkte Wochenende und einen gefestigten zweiten Tabellenplatz freuen.(MW)Bild: Angelo Bischoff / Fotopuls.com
Es war ein erhabener Moment, als die DEG-Fans im mit 8520 Zuschauern gut gefüllten ISS DOME mit der Pre-Game-Show auf das Straßenbahnderby gegen die Krefeld Pinguine eingestimmt wurden und die Fahnen für die acht bereits in der Vereinsgeschichte errungenen Meisterschaften mitsamt der Stars von einst auf das Eis projiziert wurden. Da spendeten die Anhänger der Düsseldorfer lautstarken und nostalgieschwangeren Beifall, der für Gänsehautatmosphäre sorgte. In Momenten wie diesen ist zu spüren: 14 Jahre nach der letzten Deutschen Meisterschaft ist die Sehnsucht nach dem Gelingen des ganz großen Wurfes enorm. Gegen die Krefeld Pinguine gelang den DEG METRO STARS mit dem wiederum hart erkämpften 4:2 (2:1; 0:1; 2:0)-Erfolg ein weiterer kleiner Mosaikstein auf dem Weg dorthin. Gegen die arg verletzungsgeplagten Gäste aus der Seidenstadt legte die DEG nach ein paar nervösen Anfangssekunden los wie die Feuerwehr und konterte die Pinguine eiskalt aus. Evan Kaufmann stieß mit Schwung von halblinks ins Verteidigungsdrittel des KEV vor und wurde dabei von zwei Pinguinen eskortiert. Er selbst hätte den Abschluss suchen können, entschied sich dann aber für einen schlitzohrigen Rückhandpass an seinen Begleitern vorbei auf den aus dem Rücken heraneilenden Shane Joseph. Der hob die Scheibe zur Blitzführung an Scott Langkow vorbei in’s Netz und ließ den ISS DOME brodeln.Mit der Führung im Rücken agierte der Tabellenzweite gradlinig, scheibensicher und ideenreich. Angriffswelle um Angriffswelle rollte auf das Krefelder Gehäuse. In seiner unnachahmlichen Art war es dann Brandon Reid, der den zweiten Treffer einleitete. Die Scheibe auf der Rückhand am Schläger klebend zog er im Drittel der Krefelder in Richtung Tor und spielte den Puck scharf in den Torraum. Dort verpassten sie Patrick Traverse und Adam Courchaine, doch zum Glück gab es noch Mark Murphy, der ebenfalls parat stand und ihn über die Torlinie beförderte (10.)Die Freude über die Führung hielt ganze 35 Sekunden, da verlor die DEG-Deckung Gästestürmer Boris Blank aus den Augen, so dass dieser den von der rechten Bande von Alan Rourke an den linken Pfosten gespielten Querpass in’s kurze obere Eck verwerten konnte (11.). Trotz guten Spiels ließen die Rot-Gelben die Chance ungenutzt, in Überzahl den alten Abstand wieder herzustellen. Einen Unterzahlgegenstoß vom Kapitän der Gäste Herberts Vasiljevs parierte Jean-Sébastien Aubin (12.).Im Mittelabschnitt rissen die Krefelder die Partie an sich und dominierten das Geschen. Ex-DEG-Stürmer Charlie Stephens traf nur den Pfosten (22.), Daniel Piettas feine Einzelaktion im DEG-Drittel verfehlte ihr Ziel nur knapp (24.). In Unterzahl scheiterte Pietta an Aubin, nachdem die DEG den Puck im Aufbauspiel hergegeben hatte (32.). Doch auch die Düsseldorfer hatten in einem sehr temporeichen DEL-Spiel weiterhin ihre Chancen. Korbinian Holzer, der vor Langkow an die Scheibe kam, hätte wohl besser selbst den Abschluss gesucht, als es noch einmal mit einem Querpass zu versuchen. Dieser nämlich wurde von der aufmerksamen KEV-Verteidigung abgeblockt (28.). Auch das Überzahlspiel der METRO STARS sah weiterhin gefällig aus, nur blieb es ohne durchschlagenden Erfolg. Nach einem Anspiel in der neutralen Zone ging Linienrichter Schelewski zu Boden und blieb verletzt liegen. Schiedsrichter Roland Aumüller schickte beide Mannschaften 69 Sekunden vor dem Drittelende vorzeitig in die zweite Pause.Was der DEG offenbar nicht gut bekam. Nachdem das Spiel mit einem Bully vor der eigenen blauen Linie fortgesetzt wurde, dauerte es nur 12 Sekunden, bis sich die Gäste über den Ausgleich freuen durften. Dieser war nahezu eine Kopie des Anschlusstreffers. Hereingabe von der rechten Seite, diesmal von Vasiljevs. Wieder stand Blank am linken Pfosten und traf (40.).Dass es doch noch ein Happy-End gab, verdankte die DEG dem wieder stärkeren Schlussdrittel und einer ausgenutzten Überzahl. 33 Sekunden durften sie mit zwei Spielern mehr agieren und gerade, als die Krefelder wieder zu viert waren, riss Craig MacDonald jubelnd die Arme in die Höhe. Seine Powerplay-Kollegen hatten eng um das KEV-Tor herumgespielt und Adam Courchaine schließlich einen harten Pass in die Mitte gespielt. MacDonald stand genau richtig (51.)! In der Schlussphase setzte Krefelds neuer Trainer Rick Adduono alles auf eine Karte und nahm Scott Langkow, der kurz zuvor noch eine zehnminütige Disziplinarstrafe aufgebrummt bekommen hatte, zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. MacDonalds schnurgerader Schuss aus dem eigenen Verteidigungsdrittel aber machte den Sack endgültig zu.„Es war ein gutes und aufregendes Eishockeyspiel“, resümierte Adduono im Anschluss an die 60 Spielminuten. „Wir haben das getan, was zu tun war, um hier zu gewinnen. Im ersten Drittel haben wir Fehler gemacht, haben aber gut reagiert und sind zurückgekommen. Düsseldorf ist eine sehr starke Mannschaft.“Harold Kreis hatte einen guten Auftakt seiner Mannschaft gesehen: „Wir haben unsere Tore durch konzentrierte Aktionen erzielt. Danach sind wir ein wenig in Spielerei verfallen. Wir hatten viele Chancen, auf’s Tor zu schießen, was wir aber nicht getan haben. Der Abbruch ist uns nicht bekommen, wir wurden schlafend erwischt. Die Mannschaft aber hat gekämpft und Adam Courchaine und Craig MacDonald haben ihre Qualitäten zu Toren genutzt.“ Ehrlich fügte er hinzu: „Ich wäre am Ende auch mit einer Punktteilung zufrieden gewesen.“Die Fans feierten ihre Lieblinge nach dem Schlusspfiff ausgelassen. Nach einer Ehrenrunde versammelte sich die Mannschaft im Mittelkreis und zelebrierte eine lautstark begleitete Humba. Auch auf der sich anschließenden After-Game-Party im Bistro, auf der auch zahlreiche Spieler erschienen, wurde weiter gefeiert. „Deutscher Meister wird nur die DEG“ ertönte es da unter anderem. Nicht nur die Sehnsucht nach dem neunten Titel ist also vorhanden, sondern auch der Glaube daran. Ein nicht unwichtiger Faktor, denn der Glaube kann schließlich Berge versetzen!Mit breiter Brust kann die DEG also am Dienstag zu den Eisbären Berlin zum absoluten Spitzenspiel in die O2-World reisen. Neun Punkte Vorsprung hat sie sich auf die Konkurrenten ab Platz drei erspielt. Zwölf Zähler beträgt der Rückstand auf den Tabellenführer. Dass die DEG in Berlin bestehen kann, hat sie in dieser Saison beim 7:3 schon eindrucksvoll bewiesen. Am Freitag steigt dann das 186. Derby gegen die Kölner Haie, für das noch etwa 3.000 Karten erhältlich sind.Festtage also im Düsseldorfer Eishockey, die auf dem Rathausbalkon ihren krönenden Abschluss finden sollen. Dann, so versprach es heute STARS LIVE-Moderator Otto Krause DEG-Pressesprecher Frieder Feldmann, wird er dort ein Goethe-Gedicht zum Besten geben.(JA)Bild: Christian Roth - www.american-sports.info
Es gibt sicher Schöneres als in den Abendstunden seines persönlichen Ehrentages noch seiner hauptberuflichen Tätigkeit nachzugehen. Doch im Profisport hat man mitunter keine andere Wahl. Und so stand auch Harold Kreis an seinem 51. Geburtstag beim Spiel seiner DEG METRO STARS gegen die Frankfurt Lions als Trainer hinter der Bande. Seine Schützlinge beschenkten ihn mit drei Punkten, die aus einem knappen 2:1 (2:0; 0:0; 0:1) resultierten. In der Schlussphase geriet der Sieg noch einmal in Gefahr.In dieser spielten sich turbulente und tumultartige Szenen vor dem Gehäuse vom wieder einmal überragenden DEG-Schlussmann Jean-Sébastien Aubin ab. Die Gäste vom Main setzten alles auf eine Karte und agierten mit einem zusätzlichen Feldspieler bei verwaistem eigenen Gestänge. Doch letztlich war an Aubin kein Vorbeikommen. Kurz vor Ertönen der Schlusssirene gelang es den Düsseldorfern, die Scheibe entscheidend aus der Gefahrenzone zu befördern.Den Grundstein für den wichtigen Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die vorderen Tabellenplätze legte die DEG vor 3706 Zuschauern in den ersten 20 Spielminuten. Da Craig MacDonald nach einem frühen Foul von Thomas Oppenheimer vorübergehend aussetzen musste, erhielt Youngster Martin Hinterstocker nach erfolglosem Verstreichen der sich anschließenden 120 Powerplaysekunden Eiszeit in der Sturmreihe mit Evan Kaufmann und Mark Murphy. Und gleich im ersten Wechsel ließ er das Netz zappeln. Per Bauerntrick überwandt er Thomas Ower im Kasten der Lions in der kurzen Fanghandecke (6.). Die DEG hatte das Geschehen fortan gut im Griff, die Frankfurter hatten wenig gefährliche Offensivaktionen vorzuweisen. Bei einem verdeckten Handgelenksschuss von Joey Tenute zeigte sich Aubin aufmerksam und parierte mit dem rechten Schoner (9.). Patrick Reimer setzte einen Abpraller nach einem Flachschuss von Jason Holland nur knapp rechts neben das Tor und scheiterte anschließend bei dem Versuch, es seinem Mannschaftskameraden Hinterstocker gleichzutun und Ower per Bauerntrick zu überwinden (11.). In Überzahl verzog Adam Courchaine aus halbrechter Position aus spitzem Winkel ein Reid-Zuspiel knapp (15.). Lange grämen mussten sich die DEG-Anhänger aber nicht, denn nur wenig später staubte Shane Joseph zum 2:0 ab (15.).Im wenig ereignisreichen und folgerichtig torlosem Mittelabschnitt verstärkten die Frankfurter ihre Offensivbemühungen, weiterhin aber ohne die ganz große Gefahr auszustrahlen. Wurde es doch mal etwas brenzliger, war Aubin gewohnt sicher zur Stelle. Die beste Chance für die DEG vergab Rob Collins, der nach einer feinen Körpertäuschung aus halblinker Position alleine auf das Lions-Tor zufuhr, den Puck aber am rechten oben Eck vorbeizirkelte (37.). John Slaney stoppte Brandon Reid penaltyreif, Schiedsrichter Rick Looker verhängte aber lediglich zwei Minuten wegen Haltens (35.). Weiterer Aufreger: Dass Aleksander Polaczek Ryan Caldwell mit seinem Schläger im Gesicht traf, ahndete der Unparteiische nicht, wertete aber die Revanche-Aktion von Evan Kaufmann Sekunden später als Ellenbogencheck (36.).Trotz weiterhin bemühter Hessen schien es in der ersten Hälfte des Schlussabschnitts nicht unbedingt so, als drohe das Spiel noch einmal zu kippen. Natürlich war aber auch das 2:0 noch lange kein sicheres Polster. Als die Lions ein Überzahlspiel nach nur vier Sekunden in ein Tor umsetzten (Bully Hahn, Querpass Tenute, Distanzschuss von Ulmer – Tor, 54.), wurde es doch noch einmal spannend. Und hitzig. Nach einer Parade von Aubin gerieten Marian Bazany und Tenute aneinander und durften sich für zwei Minuten auf der Strafbank abkühlen (58.). Als sie zurück auf’s Eis durften, tickten gerade die letzten drei Sekunden des Spiels herunter und der Sieg für die DEG war in trockenen Tüchern.Gästetrainer Rich Chernomaz befand nach dem Spiel, beide Mannschaften hätten müde gewirkt und viele Fehler bei Scheibenbesitz gemacht. Das erste Tor habe seine Mannschaft zu einfach hergeschenkt. Während die DEG aus ihren Überzahlgelegenheiten Kapital schlagen konnte, sei das den Lions zunächst nicht gelungen. „Im letzten Drittel haben wir dann nochmal Druck gemacht, aber Aubin war stets zur Stelle.“ Außerdem habe seinen Spielern das Glück vor dem Tor gefehlt.Harold Kreis sah es ähnlich: „Aubin hat heute sehr, sehr stark gehalten. Es sah tatsächlich aus wie der 39. Spieltag“, wobei sich Kreis nicht verkneifen konnte, mit Blick auf das wiederholte Match gegen Ingolstadt anzumerken, dass es für die DEG ja eigentlich schon der 40. Spieltag sei. „Morgen wird die Mannschaft einen Regenerationstag einlegen.“ Seine Mannschaft mache derzeit auch einige mentale Fehler, wobei diese heute ein wenig hätten reduziert werden können. „Aber noch nicht genug, um unseren Ansprüchen gerecht zu werden. Wir haben nicht genug Druck auf das Tor erzeugen können.“ Über die drei Punkte konnte er sich trotzdem freuen, auch wenn „beide Mannschaften besser spielen können und auch wieder besser spielen werden.“Das wird auch nötig sein, um bei den kommenden Aufgaben bestehen zu können. Am Samstag-Abend (!) um 19:30 Uhr gastieren die Krefeld Pinguine zu einem besonderen Straßenbahnderby im ISS DOME. Saturday-Night-Hockey zur besten Eishockeyzeit steht auf dem Programm. Am Dienstag reisen die METRO STARS zu den Eisbären Berlin. Dann steigt in der O2-World das absolute Spitzenspiel in der Deutschen Eishockey Liga. Eine Vorschau auf beide Partien gibt es ab Donnerstag auf www.deg-metro-stars.de.(JA)Bild: Christian Roth - www.american-sports.info
Dass man nicht jedes Spiel gewinnen kann, wird jeder Fan wissen. Egal, ob im Fußball, Handball, Basketball, Tischtennis, Unterwasserrugby oder eben beim Eishockey. Jede Serie reißt einmal und so mussten die DEG METRO STARS heute trotz einer nicht unbedingt schlechten Leistung ihre erste Niederlage im neuen Jahrzehnt hinnehmen und sich den Thomas Sabo Ice Tigers mit 3:4 (1:1; 0:2; 2:1) geschlagen geben. 4420 Zuschauer im ISS DOME sahen ein Spiel, in dem beide Teams ihre Hochphasen hatten, die DEG mit zwei Toren in Rückstand fiel, sich zum Ausgleich kämpfte, am Drücker war, das Spiel für sich zu entscheiden und letztlich doch leer ausging.Doch fangen wir da an, wo man anfangen sollte: am Anfang. Vor dem Spiel gab es eine Hand voll interessante statistische Tatsachen, die es zu erwähnen gilt. Zum einen stand das Duell der beiden Top-Torhüter der Deutschen Eishockey Liga auf dem Programm. Jean-Sébastien Aubin und Patrick Ehelechner sind aktuell ligaspitze und sollten das auch an diesem Abend durchaus unter Beweis stellen. Die Schlüsselrolle fiel allerdings keinem von beiden zu. Da sind eher die „Special-Teams“ beider Mannschaften zu erwähnen, sprich Über –und Unterzahl. Und gerade auf diesem Gebiet wurde heute bewiesen, dass Statistiken eben nicht alles sind. Die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg stellten vor Spielbeginn das prozentual schlechteste Powerplay-Team, während die METRO STARS den Bestwert in der Unterzahl-Statistik für sich beanspruchen konnten. Statistik-Jünger hätten also während der Nürnberger Überzahlsituationen getrost an die Getränkestände gehen oder anderen Bedürfnissen nachkommen können. Doch wer das tat, verpasste am heutigen Abend die wohl entscheidenden Momente.Im ersten Drittel spielten sich die wirklich wichtigen Szenen allerdings bei gleicher Spieleranzahl ab. Dass Thomas Sabo und Konsorten nicht nur in die NRW-Landeshauptstadt gekommen waren, um Punkte abzuliefern, machte der Trupp in blau-weiß relativ schnell deutlich. Noch keine drei Minuten waren gespielt, da zappelte es schon hinter „JS“ Aubin. Der Jungspund Simon Fischhaber – gerade einmal zarte 19 Jahre alt – fasste sich ein Herz und zog seinen Handgelenkschuss dermaßen trocken in die kurze obere Ecke, dass der über zwölf Jahre ältere Aubin nur anerkennend hinterher schauen konnte (3.). Doch auch der achtmalige Deutsche Meister versteckte sich nicht und bot durchaus Paroli. Die ersten Warnschüsse auf den Kasten von Patrick Ehelechner feuerten Marian Bazany und Youngster Marko Nowak ab, der den gesperrten Ryan Caldwell in der Verteidigung vertrat. Schon bald konnte die DEG die erste Frucht ihrer Offensivbemühungen ernten. In der siebten Spielminute skatete der glänzend aufgelegte Shane Joseph über rechts ins gegnerische Drittel, legte die Scheibe mit einem geschickten „Flippass“ in die Mitte auf den völlig freien Evan Kaufmann. Der gab sich keine Blöße und versenkte zum Ausgleich. Anschließend entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Teams zu ihren Chancen kamen, im ersten Abschnitt jedoch keine von diesen mehr verwerten konnten. Kurz vor dem Pausenpfiff entschied sich Schiedsrichter Daniel Piechaczek dazu, zwei Spieler der DEG in die Kühlbox zu schicken. In kurzen Abständen mussten Brandon Reid und Korbinian Holzer auf die Sünderbank, so dass auch nach Wiederanpfiff noch eine doppelte Überzahl für die Ice Tigers anstand.Gleich zu Beginn des Mitteldrittels widerlegten die Nürnberger dann zum ersten Mal die Statistik. Abgebrüht spielten sie vom Mittelbully an ihre Zwei-Mann-Überzahl geschickt aus und versenkten die Scheibe nach nur 19 Sekunden im Kasten der DEG. Nachdem Veteran Rob Leask von der blauen Linie abgezogen, aber nur den Pfosten getroffen hatte, konnte Brad Leeb den zurückprallenden Puck über die Linie schieben (21.). Die etwas perplexen METRO STARS wussten darauf zunächst keine Antwort und überließen den Gästen zuviel Raum auf dem glatten Geläuf. Folgerichtig kamen die Lebkuchenstädter schon kurz darauf zu ihrem nächsten Erfolgserlebnis. Sträflich ließ die DEG-Defensive ihren Keeper im Stich und schaute nur zu, als Dan Spang freistehend in der Mitte zum 1:3 einschob (27.). Wer allerdings glaubte, das Spiel sei schon gelaufen, der kennt die Moral der DEG METRO STARS 2009/10 nicht. Schon am vergangenen Dienstag hatte man diesen Kampfgeist im schwierigen Spiel gegen den ERC Ingolstadt aufblitzen sehen und auch heute ließen die Silberhelme selbige nicht hängen und bemühten sich redlich um den Anschlusstreffer. Die rechte Durchschlagskraft wollten sie im zweiten Drittel allerdings nicht mehr entwickeln, so dass sich alle Hoffnungen der Fans auf den Schlussabschnitt richteten.Und der begann mit einem Paukenschlag. Die Sitzplatzbesucher hatten noch nicht alle ihren Platz wieder eingenommen, da rappelte es schon im Karton. Torschütze war der Mann, der wie kein anderer für die wirklich wichtigen Tore prädestiniert ist: DEG-Urgestein Daniel Kreutzer. Der musste allerdings nur die Kelle hinhalten, nachdem Rob Collins das Spielgerät mit der letzten Holzfaser seines Schlägers von rechts außen in die Mitte gewischt hatte (41.). Wie die Psychologie im Sport so wirkt, konnte man wieder schön beobachten. Ein Erfolgserlebnis und plötzlich entwickelten die Rot-Gelben einen Druck, dem die Ice Tigers vorerst nichts entgegen zu setzen hatten. Auch von den Rängen schallten nun laute Anfeuerungsrufe, die die Mannschaft nach vorne peitschten. Noch größer wurde der Lautstärkepegel dann in der 47. Spielminute, als Shane Joseph seine tadellose Leistung mit einem wirklich wunderschönen Handgelenkschuss krönte. Kaum hatte der Puck den Schläger von Joseph verlassen, schlug er auch schon hinter Ehelechner ein. Da konnte der Gästekeeper gar nichts ausrichten. Jetzt schienen die Jungs von Harold Kreis obenauf zu sein. Das vielzitierte Momentum befand sich klar auf Düsseldorfer Seite. Ein gefährlicher Angriff folgte dem nächsten. Doch einer schien etwas dagegen zu haben: der Schiedsrichter. Genau 51:51 zeigte die Uhr an, als Piechaczek bei einem der wenigen Nürnberger Entlastungsangriffe ein Haken gesehen haben wollte und DEG-Kämpferherz Evan Kaufmann hinausschickte. Was nun folgte war der zweite Streich der Nürnberger Anti-Statistik-Bewegung. Wieder straften sie alle Kritiker lügen und spielten eine Überzahl par excellence, die mit dem entscheidenden Tor des Abends abgeschlossen wurde. Ein typisches Powerplay-Tor: Schuss von der blauen Linie (Paul Albers), Abpraller, Puck landet vor dem Schläger des im Slot stehenden Stürmers (Jesse Schultz), der dreht sich um eine viertel Körperhälfte und trifft (53.). Natürlich steckte die DEG nicht auf, doch leider führte keine der durchaus guten Chancen in den restlichen sieben Minuten zum ersehnten Ausgleich. Selbst ein überzähliger Stürmer im Tausch mit Keeper Aubin konnte keine Wende mehr herbeiführen.Tabellarisch ist diese Niederlage kein Beinbruch für die METRO STARS, die weiterhin komfortabel auf Platz zwei liegen. Bereits am Sonntag in Straubing und am kommenden Dienstag zuhause gegen die Frankfurt Lions (Spielbeginn 19.30 Uhr) gibt es die nächsten Möglichkeiten, Punkte zu sammeln, bevor es dann zum vielleicht heißesten Dreierpack der Saison kommt. Krefeld – Berlin – Köln. Dieser Mix aus Derby-Rivalität und dem Duell der beiden besten DEL-Mannschaften lässt die Fans schon eine Woche im Voraus mit der Zunge schnalzen. Freuen wir uns drauf!(MA)Bild: Christian Roth / AmericanSports.Info
Der Lieblingsgegner der METRO STARS ist der ERC Ingolstadt nicht. In den letzten Jahren konnte selten gegen die Panther gepunktet werden und auch in der aktuellen Spielzeit hatte man bereits drei Mal gegen die Ingolstädter verloren. Und als man am 18.12.2009 nach zwei Dritteln mit 3:0 führte, spielte das Eis nicht mehr. Ein Loch im selbigen sorgte an diesem denkwürdigen Abend für einen Spielabbruch.Heute also stand nun das Wiederholungsspiel des abgebrochenen Spiels an. Eine 3:0-Führung konnte von den Düsseldorfern allerdings heute nicht rausgespielt werden. Stattdessen spielte der ERC die DEG stellenweise schwindelig, was sich nicht nur in einer 1:0 Führung (20. Minute, Thomas Greilinger) der Gäste nach dem ersten Drittel zeigte, sondern sich auch in einer deutlichen Torschussstatistik von 16:4 zu Gunsten der Gäste widerspiegelte.Und auch im Mittelabschnitt konnten die rot-gelben noch nicht die Leistung aus dem abgebrochenen Spiel zeigen. Immer wieder musste Jean-Sebastien Aubin gegen die stark aufspielenden Gäste in höchster Not retten. Die DEG kam zwar ab und an auch gefährlich vor das gegnerische Tor, doch eigentlich spielten nur die Gäste. An dieser Stelle sei erwähnt, dass bei den gelegentlichen Vorstößen vor das Gehäuse von Dimitri Pätzold durchaus der Ausgleich hätte fallen können: So traf Adam Courchaine mit einem Schlagschluss nur die Latte und wenig später hatte er direkt nochmal Pech, als er nach einem Querpass das quasi leere Tor vor sich hatte und aus vollem Lauf unglücklich über die Scheibe schlug. Nach 40. Minuten hieß es somit weiter 0:1 aus Düsseldorfer Sicht.Die erste Hälfte des Schlussabschnitts ließ auf den Rängen auch keine Hoffnung auf eine Wende aufkommen. Immer noch spielten eigentlich nur die Raubkatzen. Doch manchmal reichen 8 Minuten um ein Eishockeyspiel zu gewinnen. So wie heute! Zunächst spitzelte Rob Collins die Scheibe zum Ausgleich über die Linie (52. Minute) und nur 17 Sekunden später stocherte Patrick Reimer den Puck zur DEG-Führung über die Torlinie. Schiedsrichter Schimm gab den Treffer zwar erst nach intensivem Studiums des Videomaterials, den Fans auf den Rängen war dies allerdings egal. Zum ersten Mal führten an diesem Abend die DEG METRO STARS.Allerdings nur knappe zwei Minuten. Während Jason Holland auf der Strafbank saß, gelang Tyler Bouck der Ausgleich zum 2:2 (54. Minute). Doch wie gesagt, manchmal reichen 8 Minuten um ein Spiel zu gewinnen und so dauerte es wieder nur eine knappe Minute bis die METRO STARS erneut in Führung gehen konnten. Während die Ingolstädter Abwehr noch auf den Abseitspfiff des Schiedsrichters wartete, spielte Daniel Kreutzer einfach weiter und hämmerte den Puck in die kurze Ecke von Pätzolds Kasten - 3:2 (55. Minute).Bevor weitere Tore fallen sollten, wurde erst einmal die Sportart gewechselt. Statt Eishockey stand für eine kurze Zeit Boxen auf dem Stundenplan. Nach einem Pfiff des Schiedsrichters schoben die Ingolstädter den Puck noch mal in Richtung Aubin, was Verteidigerhühne Caldwell gar nicht gern sah. Er schnappte sich Vince Bellissimo und beide diskutieren ihre Meinungsverschiedenheit mit den Fäusten. Die logische Folge: 2+5+Spieldauer - Zweimal früher duschen!Als dann wieder Eishockey gespielt wurde, bekamen zunächst die Gäste die Chance den Ausgleich zu erzielen. In Folge der kleinen Auseinandersetzung zwischen Caldwell und Bellissimo brummte auch Mark Murphy auf der Sünderbank und so durfte der ERC Ingolstadt erneut in Überzahl agieren. Doch statt des 3:3 gab es in Unterzahl das vierte Tor für die DEG. Craig MacDonald spielte in einem klassischen Konter quer auf Evan Kaufmann und dieser sorgte mit seinem präzisen Schuss zum 4:2 (57. Minute) für die Vorentscheidung.Mit seinem Treffer ins leere Tor und seinem zweiten Tor des Abends sorgte Patrick Reimer vierzig Sekunden vor dem Ende für die endgültige Entscheidung - 5:2 (60. Minute). 8 Minuten haben gereicht um das Spiel zu gewinnen und so hieß es nach dem Abpfiff aus den Lautsprecherboxen des ISS-Dome: 'Hey das geht ab, wir holen die Meisterschaft!''Wir hatten ja im Dezember schon zwei Drittel gespielt, also haben wir heute eben nur noch eins gespielt', ließ Chef-Trainer Harold Kreis nach dem Spiel verlauten.Bereits am Freitag spielen die DEG METRO STARS erneut im ISS DOME. Zu Gast sind dann die Thomas Sabo Ice Tigers - Beginn: 19:30 Uhr.(MW)Bild: Christian Roth
Sie können einem fast schon leid tun, die Iserlohn Roosters. Zum neunten Mal in Folge wurden sie von den DEG METRO STARS geschlagen. Gestern abend mit 4:2 (1:0, 1:1, 2:1). Es war vielleicht nicht das beste Spiel der Düsseldorfer in dieser Saison, doch gegen die tapfer kämpfenden Sauerländer machten die Jungs von Trainer Harold Kreis die Tore im richtigen Moment und konnten so vor 5.708 Zuschauern den vierten Sieg in Folge einfahren.Das erste Drittel begann mit einer flott aufspielenden Düsseldorfer Mannschaft. 3:03 zeigte die Uhr, als Marian Bazany den Puck zum ersten Mal gefährlich auf das Tor der Gäste brachte, aber nur den Pfosten traf. Die sichtbar motivierten Iserlohner hielten aber von Beginn an und gut mit und so entwickelte sich schnell ein munteres Spiel, welches aber zunächst ohne zählbare Erfolge blieb. So konnten auch beide Mannschaften keine ihrer Überzahlsituationen ausnutzen. Da sich zur Mitte des Drittels beide Mannschaften weitestgehend egalisiert hatten, plätscherte das Spiel dann ein wenig vor sich hin. In der 14. Minute scheiterte Rob Collins zwar erst an Sebastian Stefaniszin im Tor der Roosters, doch nur wenige Sekunden später konnte er nach einem gewonnen Bully zum 1:0 einschießen. Ein bildschöner Treffer, der bis zur Drittelpause Bestand hatte.Die Roosters waren im zweiten Spielabschnitt auch weiterhin bemüht, den Anschluss nicht zu verlieren, mussten aber zunächst eine Unterzahlsituation über sich ergehen lassen. Doch das Powerplay der Hausherren war nicht zwingend genug, um die Führung zu erhöhen. Den Ausgleich hatte in der 27. Minute Michael Wolf auf dem Schläger, Jean-Sebastian Aubin im Tor der DEG METRO STARS präsentierte sich aber erneut in Topform und hielt seinen Kasten sauber. Während die Düsseldorfer zusehends in Passivität verfielen und den nötigen Biss vermissen ließen, mühten sich die Iserlohner redlich, aber erfolglos. Bis zur 37. Minute. Die DEG hatte zwar ein Powerplay, vernachlässigte dabei aber die Defensivarbeit. Mads Christensen bedankte sich mit einem sehenswerten Alleingang und dem Ausgleichstreffer. Lange sollte die Freude der Spieler und Anhänger der Roosters aber nicht wahren, denn nur 70 Sekunden nach dem Ausgleich erhöhte Craig MacDonald nach einem guten Angriff erneut auf 2:1.Auch zu Beginn des Schlussdrittels sah es nicht danach aus, als würden die Iserlohner sich geschlagen geben. So überstanden sie erst ein Unterzahlspiel, in dem die Düsseldorfer viel zu lasch agierten und erzielten dann in der 47. Minute den erneuten Ausgleich. Daniel Sparre machte nach gutem Zusammenspiel mit Andy Schneider und Jimmy Roy das 2:2. Und Roy war es dann auch, der nur wenige Augenblicke später die Führung hätte erzielen können, doch er scheiterte am Gestänge. Schiedsrichter Reichert bemühte nach dieser Möglichkeit den Videobeweis. Die Gäste blieben druckvoll und so langsam fingen die DEG METRO STARS auch wieder an, sich zu wehren. Das Spiel wurde also immer spannender und die Chancen auf Seiten der Düsseldorfer zwingender. Die Roosters ihrerseits warfen alles nach vorne, mit dem Ergebnis, dass sich in der Defensive Lücken auftaten. Eine davon nutzte Mark Murphy, der mit seinem Schuss knapp hinter der blauen Linie den Iserlohner Goalie alt aussehen ließ. Das Spiel entwickelte sich nun zum offenen Schlagabtausch und anderthalb Minuten vor Ende des Spiels machte Evan Kaufmann dann alles klar: aus spitzem Winkel setzte er den Puck zum 4:2 ins Netz. Zwar nahmen die Roosters noch ihren Goalie vom Eis, doch auch eine Auszeit änderte nichts mehr an der erneuten Niederlage gegen die DEG METRO STARS.„Das 2:1 hat schon weh getan, aber das dritte Tor war dann unser Genickbruch“ analysierte Gästetrainer Uli Liebsch nach dem Spiel. „Der Einsatz war zwar da, aber wir haben Fehler gemacht, die man gegen Düsseldorf nicht machen darf. Für mich ist die DEG in dieser Form ein Favorit auf die Meisterschaft.“ DEG-Trainer Harold Kreis befand: „Das Spiel war knapper, als das Ergebnis aussagt. Wir hatten heute nicht die richtige Schärfe, aber entscheidend ist, dass wir drei Punkte gegen sehr gute Iserlohner geholt haben.“Die nächste Chance, den Abstand auf den Tabellenführer, die Eisbären Berlin zu verkürzen gibt es schon am kommenden Dienstag, dann findet um 19:30 Uhr das Nachholspiel gegen den ERC Ingolstadt statt. (ASZ)Bild: Angelo Bischoff / fotopuls.com


















