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THE DOME 56 im ISS DOME
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DEG holt 6 von 6 Punkten im ISS DOME
Siege gegen Köln und Hamburg

„Dass ich das noch erleben darf.“ Fast schon sentimental wirkte Volker Boix, als er Patrick Traverses Treffer zum 6:0 über das Hallensprecher-Mikrofon kommentierte. Rein spielerisch war das letztendliche 6:1 (3:0, 1:0, 2:1) gegen die Kölner Haie nichts für Eishockey-Gourmets – dafür war der Gegner heute einfach zu schwach – für die Fans der DEG METRO STARS war es aber das bisher schönste Spiel in der laufenden Saison. Es ist eben etwas ganz besonderes, wenn man dem Erzrivalen eine so bittere Niederlage zufügen kann. 11.799 Zuschauer sahen an diesem Abend ein extrem unterhaltsames Eishockeyspiel und sorgten zwischendurch für Gänsehautatmosphäre.

Zwei Tage nach dem tollen Derbysieg gegen die Kölner Haie, mussten die METRO STARS heute erneut im ISS DOME um Punkte in der DEL kämpfen. Zu Gast waren die Hamburg Freezers, ein Team gegen das sich die Düsseldorfer in der Vergangenheit immer schwer getan haben und ein Team bei dem es um jeden Punkt geht. Gute Vorraussetzungen also für ein packendes Eishockeyspiel.

Von Beginn an versuchten beide Teams mit viel Druck den Gegner zu Fehlern zu zwingen, wobei dies der DEG besser gelang. Nachdem Robert Goepfert im Hamburger Gehäuse einen Schuss von Adam Courchaine nicht festhalten konnte, staubte Reid mit seinem Nachschuss zum 1:0 ab (2. Minute).

Doch damit war Reids Torhunger für diesen Abend noch nicht gesättigt. Während Marian Bazany auf der Strafbank saß, startete Reid zu einem Konter durch, ließ Hamburgs Alexander Barta eiskalt aussteigen und vollendete mit einem platzierten Schuss über Goepferts Fanghand seine Showeinlage mit dem 2:0 (11. Minute).

Bei den Tiefkühlschränken aus der Hansestadt schien danach das Kühlthermostat einen Wackelkontakt zu haben, denn nach dem zweiten Gegentreffer gelang den Gästen nur noch wenig. Es spielten nur noch die rot-gelben, doch ein dritter Treffer blieb verwehrt.

In der Drittelpause besuchte dann scheinbar ein Handwerker die Gästekabine und reparierte das defekte Kühlthermostat. Die Freezers machten zu Beginn des Mittelabschnitts mächtig Druck auf das Tor der Düsseldorfer - ein blendend aufgelegter Jean-Sebastien Aubin und eine solide Verteidigung wussten den Treffer für die Gäste aber zu verhindern.

Dann allerdings wurde es hektisch auf dem Eis. Erst wurde Jean-Sebastien Aubin von einem von der Bande zurückkommenden Puck im Nacken getroffen und musste kurz darauf gegen Ersatzmann Mathias Lange ausgewechselt werden. Dann lieferten sich Daniel Kreutzer und Clarke Wilm einen heftigen Faustkampf hinter dem Tor der Freezers - beide 2+2+10. Und schließlich nutze Mark Murphy eine Power Play Situation um die METRO STARS mit 3:0 in Führung zu bringen (31. Minute). Und das alles in knapp zwei Minuten Spielzeit!

Nach der Boxeinlage von Kreutzer und Wilm, wäre die Situation im Mittelabschnitt fast ein weiteres Mal eskaliert. Knapp zwei Minuten vor der Sirene fuhr Jere Karalathi Patrick Reimer unschön 'über den Haufen'. Für viele Fans auf den Rängen eine klare fünf Minuten Strafe, doch Hauptschiedsrichter Richard Schütz war etwas gnädiger und entschied auf 2+10 Minuten für einen Check gegen Kopf und Nacken. Leider konnte die DEG aus der sich anschließenden Überzahlsituation keinen erneuten Profit schlagen und so ging es mit einem drei Tore Vorsprung in die Pause.

Der Schlussabschnitt gehörte dann den Gästen. Trotz des drei Tore Rückstands stecken die Freezers nicht auf. Wozu auch? Schließlich können sich die Freezers im Kampf um einen der Pre-Play Off Plätze keine Niederlagen mehr erlauben. Nach etwas mehr als sechs Minuten im Schlussabschnitt gelang den Gästen, dann auch der Anschlusstreffer. Francois Fortier schaffte es den gut spielenden Mathias Lange zum 3:1 (47. Minute) zu überwinden und das Spiel wieder spannend zu machen.

Und es wurde noch spannender. Als erst Evan Kaumann und nur kurze Zeit später Rob Collins auf die Strafbank verbannt wurden, bekamen die Hamburg Freezers mit zwei Mann mehr auf dem Eis, die Chance auf 3:2 zu verkürzen. Zwar überstanden die METRO STARS das doppelte Überzahlspiel unbeschadet, doch kurz bevor die Strafe gegen Collins abgelaufen war, klingelte es doch im Düsseldorfer Gehäuse. John Tripp fälschte einen Schuss von Mathieu Biron unhaltbar ab - 3:2 (54. Minute).

Die Schlussminuten sollten also spannend bleiben. Als Craig MacDonald knapp drei Minuten vor Schluss noch einmal auf der Sünderbank platz nehmen musste, gab es sogar ein regelrechtes Herzschlagfinale. Das Happy End gab es dabei allerdings für die Heimmannschaft. Das Unterzahlspiel wurde überstanden und auch als die Hamburger schließlich ohne Torhüter, dafür aber mit einem sechsten Feldspieler versuchten zum Ausgleich zu kommen, wussten die Hausherren dies zu verhindern. Am Ende hieß es 3:2 für die Gastgeber und nach dem Derbysieg gegen Köln durften sich die Düsseldorfer über ein sechs Punkte Wochenende und einen gefestigten zweiten Tabellenplatz freuen.(MW)

Bild: Angelo Bischoff / Fotopuls.com

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MAMMA MIA!